• Dr. Roy Kühne

CDU
Mitglied des Deutschen Bundestags (MdB)
Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 52
Goslar-Northeim-Osterode

20160207 apothekeSchmidt

Kühne im Einsatz - Mühlen-Apotheke Northeim

Northeim, 08.02.2016. Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne war am Wochenende wieder im Einsatz – dieses Mal unterstützte er den Apotheker Wolfram Schmidt in der Mühlen-Apotheke in Northeim bei seinem Notdienst am Sonntag, 07.02.2016.
 
 
Die Retaxierung ist derzeit ein wichtiges Thema im Apothekenbereich. Der Patient geht mit seinem vom Arzt ausgestellten Rezept in die Apotheke und möchte die verordneten Medikamente abholen. Leider gibt es oftmals wegen nicht korrekt ausgestellter Rezepte vom Arzt Probleme mit der Abrechnung bei den Krankenkassen und es kann u.U. so weit kommen, dass die Apotheke für ein ausgegebenes Medikament kein Geld erstattet bekommt (Nullretaxierung). Diese Problematik wurde von einigen Apothekern an Roy Kühne, Berichterstatter für Heil- und Hilfsmittel sowie für die nichtärztlichen Gesundheitsberufe der Arbeitsgruppe Gesundheit in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, herangetragen und er berichtet: „Es waren einige Personen am Sonntag mit dabei, die nicht korrekt ausgestellte Verordnungen in der Apotheke vorlegten. Aber was soll die Apotheke in dieser Situation tun – dem Patienten das vielleicht sogar dringend benötigte Medikament nicht geben oder in Kauf nehmen, dass das Medikament von der Krankenkasse eventuell nicht bezahlt wird? Dies ist keine befriedigende Situation und hier muss endlich gehandelt und eine eindeutige gesetzliche Regelung geschaffen werden.“
Die Problematik der Retaxation wird derzeit in einem Schiedsverfahren behandelt. Nach einigen Gesprächen mit betroffenen Apotheken und Fachexperten hat Roy Kühne ein paar Vorschläge für Lösungsmöglichkeiten:
 
  1. Bis zu einem anerkannten Schiedsspruch sollten Retaxationen ausgesetzt werden.
  2. Krankenkassen sollten keine Re- oder Nulltaxierung durchführen, wenn
    a.) es sich um „heilbare“ geringfügige Formfehler (z.B. fehlender Vorname oder die Telefonnummer des Arztes) handelt.
    b.) ein Abweichen von Rabattverträgen (aufgrund von Verfügbarkeiten im Notfall oder bei Bedenken der Verträglichkeit) nötig war.
  3. Krankenkassen sollten der Apotheke mindestens den Einkaufspreis zzgl. Mehrwertsteuer erstatten, wenn seitens der Apotheke eine „Nachlässigkeit“ vorliegt, weil sie das vereinbarte Rabattarzneimittel nicht abgegeben hat und dafür keine Begründung vorlag. So würde der Apotheke das Arzneimittel bezahlt, jedoch die eigene Leistung dafür nicht vergütet.
„Ich bedanke mich ganz herzlich bei Wolfram Schmidt für die Möglichkeit, bei der Arbeit eines Apothekers hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Apothekerinnen und Apotheker leisten insbesondere durch ihr fachliches Wissen über die pharmazeutische Palette hinaus einen sehr wertvollen Beitrag für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Ich bleibe natürlich am Thema Retaxation dran und hoffe, dass es hierfür schnell eine gute Lösung für alle Beteiligten geben wird.“ sagte Roy Kühne glücklich zum Abschluss des Praktikums.

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