• Dr. Roy Kühne

CDU
Mitglied des Deutschen Bundestags (MdB)
Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 52
Goslar-Northeim-Osterode

20170427 Referentenrunde

Veranstaltung "Zukunft der deutschen Wirtschaft"

Goslar. 28.04.2017. Knapp 60 Bürgerinnen und Bürger folgten am vergangenen Mittwoch, 26.04.2017, der Einladung von Dr. Roy Kühne ins Autohaus Wentorf & Schenkhut in Goslar zur Diskussionsrunde „Zukunft der deutschen Wirtschaft“.
 
Direkt zu Beginn regte Dr. Kühne die kompetent besetzte Diskussion an: „Ist die Wirtschaft in Südniedersachsen abgehängt im nationalen und internationalen Vergleich?“
Im Hinblick auf die von Konrad Adenauers erklärte Vision von Europa diskutierten die Teilnehmer im Laufe des Abends die Eingangs von Roy Kühne gestellte Frage. Herr Andreas Scheuer, Generalsekretär der CSU, erläutert in seinem Eingangsstatement die Maßnahmen und Ergebnisse in den ländlichen Regionen Bayerns um diese wirtschaftlich, infrastrukturell und gesellschaftlich zu unterstützen sowie attraktiver zu gestalten. „Sozial ist, was Arbeit schafft“ ist die Message seines Impulsvortrages. Durch steuerliche Entlastung für Unternehmen und Bürger, Verlagerung von Außenstellen der Universitäten und Fachhochschulen in ländliche Regionen sowie den Breitbandausbau nennt er drei exemplarische Themen aus seiner Heimat um rurale Gebiete wettbewerbsfähig und attraktiv zu gestalten.
 
Nach dem Impulsvortrag von Herrn Scheuer begann die Podiumsdiskussion. Herr Maik Schenkhut, Geschäftsführer der Wentorf & Schenkhut GmbH, stellt heraus, dass es nicht nur an den politischen Rahmenbedingungen fehlt, die in den letzten Jahren nicht auf die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen reagiert haben, sondern dass es auch an der negativen Stimmung und Haltung der Wirtschaftstreibenden in ländlichen Regionen selbst hängt. Insbesondere das fehlende Selbstbewusstsein und das fehlende positive Gedankengut der Unternehmen in Südniedersachsen verwundern ihn. Mit seinem Appel „nichts ist inspirierender und erfolgreicher als der Erfolg selbst“ plädiert Herr Schenkhut für die Offenheit und Akzeptanz für Neues sowie die Eigenverantwortung von Unternehmen.
 
Als Landtagskandidat des Wahlkreises 14 und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Stadt Goslar stellt Herr Ralph Bogisch heraus, dass nicht nur Demografie ein Kernthema in der Region sei, sondern verweist vor allem auf die fehlenden Initiativen hinsichtlich des Ausbaus der Digitalisierung. Als Unternehmer möchte er sich zukünftig in der Politik engagieren, um regional- & landespolitisch genau diese Themen weiter voranzutreiben.
 
Jörn Kater, Leiter des Kreisverbandes Südniedersachsen des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft, beleuchtet einen weiteren wichtigen Aspekt – die Autonomie der Wirtschaft. Bezug nehmend auf die Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen im ländlichen Raum mit Großkonzernen oder Billiglohnländern wie China konstatiert er, dass diese bei quantitativen und substituierbaren Produkten nicht mehr gegeben ist. An der ein oder anderen Stelle wünscht er sich „ein bisschen weniger Politik und ein bisschen mehr selbständiges Unternehmertum“. Mit seinem Statement „Unser wichtigster Rohstoff sitzt zwischen den Ohren“, greift er darüber hinaus den Menschen selbst als wichtigen Faktor im globalen Wettbewerb auf und lenkt den Fokus nochmals auf die von Herrn Schenkhut angesprochenen Chancen des Mittelstandes in Niedersachsen.
 
Im Rahmen der Fragerunde an die Experten auf dem Podium lässt Dr. Kühne auch den politischen Nachwuchs zu Wort kommen. Nachdem Herr Scheuer den Wandel Bayerns vom agrarfokussierten Bundesland zu einem der in vielen Bereichen stärksten wirtschaftlichsten wurde, stellen die Vertreter der Jungen Union ihm die Frage, was er Südniedersachen denn raten würde. „Vorangehen, neues Wagen und den Mut haben seinen Weg auch mal zu korrigieren bzw. anzupassen, ein Bekenntnis zu seiner Region abzugeben und diese selbstbewusst zu stärken“, waren die Ausführungen des Generalsekretärs der CSU dazu. Roy Kühne ergänzte, dass der Mittelstand bekannt dafür ist Verantwortung zu übernehmen, sei es gegenüber seinen Mitarbeitern, der Stadt bzw. der heimischen Region oder den ansässigen Sport- und Kulturvereinen sowie dem Ehrenamt.
 
Die Fragen aus dem Publikum zu den Themen Im- und Export sowie unterschiedlicher Bildungsniveaus in Deutschland zeigten, dass die Referenten durchaus viele übereinstimmende Meinungen vertraten. „Fördern und Fordern ist Fortschritt, nicht die Gleichmacherei der EU Länder in diesem Zusammenhang“, gab Scheuer den Anwesenden mit auf den Weg.
 
Herr Kater ergänzte, dass die Märkte das Verharren im Status Quo nicht mehr tolerieren und somit Unternehmen zu permanentem Wachstum bzw. Effizienzsteigerung gezwungen sind. Ebenso ist die Bildungspolitik ein gesellschaftliches Thema, wie Herr Schenkhut anmerkte. Der Nachwuchs wird nur gesellschaftlich akzeptiert, wenn er Abitur und ein abgeschlossenes Studium besitzt, was gerade das Handwerk vor große Herausforderungen stellt – heute und in Zukunft.

Roy Kühne fasste die Debatte mit der Analogie „Wenn ein Fahrrad nicht mehr fährt, fällt es um“ zusammen und nimmt damit Bezug auf seine eingangs gestellte Frage. Mit politischer Unterstützung alleine wird eine ländliche Region den vermeidlichen Wettbewerbsnachteil nicht aufholen können. Dazu gehört auch das Engagement der Unternehmer in dieser Region, die dafür sorgen müssen, dass das Fahrrad stetig weiter fährt.

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