• Dr. Roy Kühne

CDU
Mitglied des Deutschen Bundestags (MdB)
Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 52
Goslar-Northeim-Osterode

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„Tourismus kann nicht überall freiwillige Ausgabe der Kommunen sein!“

Braunlage. 08.08.2017. Am Donnerstag, 03.08.2017, kamen Hoteliers und Touristiker im Design Hotel Viktoria in Braunlage zum "Harzer Tourismusgespräch" auf Einladung vom örtlichen Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne zusammen. Ehrengast des Abends war die parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Anja Karliczek MdB.
 
Durch ihre Tätigkeiten als Hotelier im Tecklenburger Land sowie die vierjährige Mitgliedschaft im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages konnte sie ihre politische und unternehmerische Expertise in das Tourismus-Fachgespräch einfließen lassen.

Die Region Harz konnte in den vergangenen Jahren einige weitreichende Erfolge verbuchen, insbesondere entwickelte sich das Aktivitätenangebot stetig weiter. Mittlerweile ist der Harz das beliebteste Wanderziel und beherbergt den größten Bikepark Deutschlands. Die Marketingaktivitäten durch Unternehmer sowie das sich entwickelnde „WIR-Gefühl“ der Unternehmer bringen den Harz als Tourismusgebiet konstruktiv weiter. Ein Beispiel dafür sind die stark ansteigenden Übernachtungen – im Vergleich zu 2012 verbringen 500.000 Menschen mehr die Nacht im Harz.
 
Probleme sah der Gesprächskreis sowohl im öffentlichen Fördergefälle der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, als auch darin, dass der Harzer Tourismusverband (HTV) seit über 13 Jahren nach der Gründung der niedersächsischen Tourismusmarketinggesellschaft nicht mehr von den drei an den Harz angrenzenden Bundesländern gefördert wird. So sind finanzielle und personelle Kapazitäten oftmals schnell aufgebraucht. Trotz der vorherig angesprochenen anziehenden Übernachtungszahlen ist der Harz in den Wintermonaten, explizit im Dezember, nur zu fünf Prozent ausgelastet.
 
Des Weiteren gäbe die Stadt Braunlage jährlich etwa 70.000 Euro für sogenannte Google Adwords aus, die dafür sorgen, dass es für potenzielle Interessenten einfacher ist, Internetauftritte zu finden. Auch hierzu gab es kritische Stimmen, dass dieses Geld besser verwendet werden könne.
 
Zudem wurde die zu wenig betriebene Vermarktung der Renditechanen oder des Unternehmerpotenzials kritisiert. Vor allem wurde die Forderung laut, dass die Relevanz des Tourismus‘ mehr in das gesellschaftliche und politische Blickfeld rücken muss – denn 2,92 Millionen Menschen sind in diesem Sektor beschäftigt.

Einig sind sich alle Teilnehmer: der Harz soll als Marke noch selbstbewusster vermarktet werden. "Ich sehe meine Aufgabe darin, das notwendige Angebot zu schaffen, dass Menschen aus Wolfsburg und Braunschweig zum Ausflug in den Harz fahren", so der Landtagskandidat Hans-Peter Dreß. Kritisch beäugt wurde insbesondere die Einführung des Tourismus' als freiwillige kommunale Ausgabe. Kommunen, die zu einhundert Prozent vom Tourismus abhängig sind, könne keine kommunalpolitische Wahl gelassen werden, ob Investitionen in diesem elementaren Bereich zu tätigen sind. „Hier müssen flexiblere Lösungen her!“, meint Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne.

Letztlich wurden die Voraussetzungen für den in Aussicht stehenden Zukunftsvertrag durchaus problematisch betrachtet, denn diese beinhalten das Einsparen von 650.000 Euro. „Braunlage ist therapiert“, meint Joachim Klaeden von der Firma Erich Puppe Delikatessen und müsse nicht noch weiter einsparen. Des Weiteren seien die Verbindungen des öffentlichen Personennahverkehrs nicht den Beanspruchungen zu Stoßzeiten gewachsen, zudem auch nicht praktikabel genug ausgebaut – sodass sich Touristen im Harz problemlos zwischen verschieden Ortschaften bewegen könnten. „Auch hier müssen wir weitere Gespräche mit den Verantwortlichen führen.“, so Kühne abschließend.

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