• Dr. Roy Kühne

CDU
Mitglied des Deutschen Bundestags (MdB)
Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 52
Goslar-Northeim-Osterode

Dr. Roy Kühne MdB vor dem Reichstagsgebäude in Berlin (Foto: Spieker Fotografie)

Sofortprogramm Therapieberufe

Berlin. 20.08.2018 Das "Sofortprogramm Therapieberufe" des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne finden Sie hier zur Einsicht.
 
„Sofortprogramm Therapieberufe“ zur Stärkung der Versorgung vor Ort (als PDF)
 
Nach dem Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) konnten 2018 die Verhandlungen für die Vergütungssituation der Heilmittelerbringer (Physio- & Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen) erstmals oberhalb der Veränderungsrate der Grundlohnsumme geführt werden. Über den Zeitraum der Jahre 2017 – 2019 hinweg ergibt sich ein Vergütungsplus von bis zu +32 % für Heilmittelerbringer, je nach Berufsgruppe.
.
Mit Stand zum 31.12.2017 verdiente ein Therapeut in Vollzeit in der freien Niederlassung durch-schnittlich 25.000 € Jahresgehalt. Die finanzielle Schieflage zeigt der durchschnittliche Umsatz einer Therapiestunde: 32 € brutto. Davon müssen Personal-, Raumkosten und Abschreibungen bezahlt und Rücklagen gebildet werden.
Hingegen sind die Verdiensteinkommen von Therapeuten in stationären Einrichtungen um 60 % höher, was zu einem deutlichen Abwerben von qualifizierten Mitarbeitern aus den ambulanten Praxen führt. Diese Entwicklung würde sich zusätzlich noch verschärfen, wenn die angedachte Mindestpersonalbemessungsgrundlage in der stationären Versorgung auf die Therapeuten ausge-dehnt würde. 
 
Mit dem HHVG wurden wesentliche Vergütungsanpassungen bereits beschlossen: um rund 2 Mrd. € sollen die Heilmittelausgaben im GKV-Bereich auf 8,55 Mrd. € ansteigen. Darauf haben sich GKV und Verbände geeinigt. Die Unterschiede zwischen stationärer Versorgung und freibe-ruflicher Tätigkeit auszugleichen gelingt damit allein aber nicht: Auch künftig wird ein Thera-peut in freier Niederlassung schätzungsweise nicht mehr als 33.000 € verdienen. Der Umsatz einer Therapiestunde wird mit 42 € brutto noch immer nicht ausreichend bezahlt werden, um das Abwerben aus dem stationären Bereich zu verhindern. Den freien Praxen droht weiterhin das Aus. Daher müssen jetzt dringend weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die ambulante The-rapie langfristig zu sichern.
 
Zwei konkrete Maßnahmen sind erforderlich:
1. Deutliche Erhöhung der Vergütung sofort! Eine spürbare zusätzliche Verbesserung der Einkommenssituation der Therapeuten in freier Trägerschaft ist sofort erforderlich, um ein Verlassen des Berufs oder ein Abwandern in die stationäre Versorgung zu verhindern und die Gesamtversorgung zu erhalten. Bei angemesse-ner Qualifikation und einer entsprechenden Anzahl an Jahren der Berufsausübung wären rund 3250 € brutto (entspricht EG 8 Stufe 6 TVöD) sachgerecht und somit ein vergleichbares Entgelt wie bei MTAs und Krankenpflegern. Dies ist auch für die Therapeuten in freier Trä-gerschaft notwendig. Wir können nicht abwarten, bis die Vergütungsvereinbarungen erst zum Ende 2019 hin greifen, sondern müssen sofort handeln. Die zwischen Krankenkassen und Verbänden für die Jahre 2017-2019 beschlossen Vergütungsvereinbarungen müssen deshalb ergänzt werden! On top müssen weitere 28% hinzukommen, rund 1,8 Milliarden €, um wirklicheergänzt werden! On top müssen weitere 28% hinzukommen, rund 1,8 Milliarden €, um wirklicheChancengleichheit zwischen beiden Bereichen herzustellen und den Vergütungsabstandzu egalisieren.
 
2. Die Neuordnung der Vergütungsverhandlungen im ambulanten Heilmittelbereich: Es ist unabdingbar, dass auch über 2019 hinaus weitere Vergütungsanpassungen stattfinden.Dabei kann eine Anlehnung an die Entwicklungen der vertragsärztlichen Leistungen nach §87 SGB V sinnvoll sein. Dies würde eine automatische jährliche prozentuale Anpassung bedeuten.
 
Für die Zukunftssicherheit der Therapieberufe muss jetzt ein gesetzgeberischer Impuls sorgen!Für die Zukunftssicherheit der Therapieberufe muss jetzt ein gesetzgeberischer Impuls sorgen!Therapeuten müssen sich kurz- wie langfristig ihres Berufsstandes sicher sein können. Die vorgeschlagenen Maßnahmen wirken zeitnah und kommen spürbar an! Die Therapieberufe benötigen eine dringende Aufwertung ihrer gesellschaftlichen Anerkennung. Eine entsprechende Vergütungist hierzu ein erster Schritt.
 

Kontakt

Bundestagsbüro:
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 227 79 187
Fax: 030 227 70 188
Wahlkreisbüro:
Markt 11
37154 Northeim

Tel.: 05551 9088 899
Fax: 05551 9088 910
Diese Seite verwendet Cookies - auch zur Auswertung von Webseitenbesuchen. Durch die Nutzung der Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.