20151212 Podiumsteilnehmer

Deutschland hat keine säkulare Gesellschaft

Northeim, 14.12.2015. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne hatte am vergangenen Samstag zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Wie viel Glauben braucht unsere Gesellschaft“ eingeladen.
 
Unter diesem Motto diskutierten rund 80 Teilnehmer im Saal der kath. Kirchengemeinde Maria Heimsuchung mit dem Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Hannover, Herrn Ralf Meister, dem Oberkirchenrat Dr. Christian Hennecke, Vertreter des katholischen Bistums Hildesheim, sowie Herrn Izzet Dursun von der DITIB Gemeinde Northeim.
 
Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von dem Bekenntnis der Glaubensvertreter zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Neben dem aktuellen Thema Flüchtlinge, wo alle Teilnehmer die Hilfsbereitschaft der deutschen Bevölkerung in ihrer Mehrzahl lobten, stand insbesondere der soziale Zusammenhalt im Mittelpunkt. „Deutschland ist heute ein Land, das nicht von einem Glauben dominiert wird, sondern von dem Miteinander und der Toleranz der Menschen lebt“, sagt Roy Kühne aus.
 
Gerade im heutigen aktuellen Geschehen steht der Islam im öffentlichen Focus. Herr Dursun konnte aufzeigen, dass ähnlich wie im Christentum auch im Islam verschiedene Strömungen vorhanden sind. Herr Dursun verurteilte aufs schärfste die Anschläge von Paris und machte deutlich, dass der Islam zu Unrecht auf Aspekte wie Gewalt und Strenge reduziert wird.
 
Die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft war ein weiterer Punkt, der angesprochen wurde. Welche christlichen Werte prägen unsere Gesellschaft oder prägt unsere Gesellschaft diese Werte? Dazu erklärt Roy Kühne: „Alle drei Vertreter der Podiumsrunde machten deutlich, dass unsere Gesellschaft einen inneren Zusammenhalt braucht und dass selbst Menschen, die keine Bindung zur Kirche haben, die Nähe zu Gott suchen. Daraus wächst die Bindung zu Tugenden wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Toleranz“.
 
Alle Anwesenden waren sich einig, dass diese Diskussionsrunde sehr spannend und aufschlussreich war und wiederholt werden sollte. „Es war mir ein persönliches Anliegen diese Form der Diskussion mit nicht politischen Teilnehmern durchzuführen. Die positive Resonanz der Besucher hat unsere Bemühungen bestätigt“, berichtet der Bundespolitiker erfreut zum Abschluss.

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